Juli 2008
Liebe Gemeinde!
Wenn Sie diesen Gemeindebrief in ihren Händen halten, haben die Sommerferien hier bei uns in Hessen bereits begonnen. Es wird ruhiger werden – auf den Straßen und Autobahnen, aber auch bei so mancher und manchem von uns ganz persönlich.
Ruhe, Entspannung, mal weg vom Getriebe des Alltags – ich spüre, dass auch ich dies immer einmal wieder brauche. Brauche, um wieder „aufzutanken“, um wieder Kraft zu bekommen für die Arbeit, aber auch für so manche Herausforderung im persönlichen Bereich.
Und so möchte ich diese, etwas ruhigere Sommerzeit nutzen, um zu mir selbst zu kommen, dem nachzuspüren, was mich beschäftigt, aber im Alltag droht, unterzugehen: Der Frage danach, ob es noch gut so ist, wie es ist in meinem Leben, der Frage nach meinen Perspektiven in diesem Jahr, in der Zukunft, der Frage schließlich, wo meine Bruchstellen sind im Zusammenleben mit anderen Menschen, aber auch in mir selbst.
Bei all dem tut es mir immer wieder gut zu wissen, dass ich bei diesen Fragen nicht allein gelassen bin: Es gibt Menschen, die mit mir leben und für die ich in diesen Sommertagen hoffe, etwas mehr Zeit zu haben als sonst, und es gibt vor allem Gott, der mir helfen will, mein Leben so zu sehen wie es ist.
Damit ich in diesem Sinne zur Einkehr bei mir selbst komme ist es gut, mir ganz bewusst Zeit zu nehmen: Durch Urlaub, den ich habe, und an dem ich versuche, abzuschalten und wieder offen zu werden für neues.
Vielleicht geht es ihnen ja ganz ähnlich wie mir: Auch sie wollen den Sommer nutzen, um Ruhe und Entspannung zu finden. Mein Sommertipp für sie wäre, dabei Gott in´s Spiel zu bringen: Gott, der uns diese Zeit schenkt, damit wir uns Zeit nehmen für uns, für andere und für Gott.
Eine Möglichkeit, sich Zeit für Gott zu nehmen, besteht darin, Orte aufzusuchen, die wir Menschen mit Gott in Verbindung bringen: Geöffnete Kirchen, Kapellen oder Klöster, das Meer an einer einsamen Stelle oder einfach einen Ort, an dem die Einkehr gelingt.
Probieren sie es in diesem Sommer einfach einmal aus: Meine Erfahrung ist, dass das Gespräch mit Gott mir gut tut, dass ich dadurch oft stärker Gottes Nähe spüre und immer wieder näher an das herankomme, was gut für mich ist.
Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne eine gesegnete, Sie bereichernde Sommer- und Ferienzeit.
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