Juli 2007

Liebe Gemeinde!
Skeptisch schaut er drein, der Mann auf der Forderseite unserer UKZ. Und dabei liest er doch in der Bibel. Oder schaut er gerade deshalb so skeptisch? Dabei geht er doch „lesenderweise“ über das Wasser…

Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich wie diesem Mann: Auch sie sehen so manches, was da in der Bibel steht, eher skeptisch. Ob man da so alles glauben kann? Das fragen sich seit Generationen die Menschen. Schließlich steht in der Bibel ja auch so einiges, was mit unserem Verstand
scheinbar nicht zu vereinbaren ist.

Also: Weg mit diesem Buch auf den „Müllplatz“ der Geschichte? So einfach ist es sicherlich nicht. Denn schließlich bekennen Christinnen und Christen seit alters her, dass sich in der Bibel Gottes Wort findet. Wohlgemerkt: In der Bibel. Nicht die Bibel, Wort für Wort, ist Gottes Wort, sondern in der Bibel können wir Gottes Wort für uns heute entdecken. Ein Wort, das – so klang es fünf Tage lang während des Kirchentages durch die Welt – „lebendig und kräftig und schärfer“ ist. So jedenfalls steht es im Brief an die hebräischen Gemeinden, der ja einen Teil der Bibel bildet.

Dieses „lebendige und kräftige und schärfere“ Wort Gottes findet sich also in der Bibel. Nur – wie kommen wir da ran?

Zunächst einmal dadurch, dass wir in der Bibel lesen. Das macht ja unser kleiner Skeptiker auf der Forderseite schon ganz gut. Beim Lesen werden uns Aussagen begegnen, die uns gut tun und die uns ermutigen und unseren Glauben stärken, aber auch Dinge, die uns fremd sind, uns unglaubwürdig vor kommen, die wir vielleicht sogar schrecklich finden, die uns auf alle Fälle provozieren.

Dann ist es wichtig, mit anderen Christinnen und Christen über das zu reden, was uns da in der Bibel begegnet. Und zwar in aller Offenheit. Und dann kann es passieren, dass Worte, die uns bisher fremd und unverständlich waren, im Gespräch plötzlich anfangen, mit uns zu reden, Worte zu werden von denen wir spüren, dass sie „lebendig und kräftig und schärfer“ sind. Worte also, die wirklich etwas für uns zu sagen haben und die uns helfen, unser Leben zu gestalten.

Vielleicht finden Sie ja in den Sommerwochen Zeit einmal wieder in die Bibel hinein zu schauen. Es kann passieren, dass sie dann auf einmal – ohne es zu merken – trockenen Fußes über das Wasser gehen können – was auch immer das bedrohliche Wasser ist, das im Augenblick ihr Leben schwer macht. Einen wunderbaren Sommer wünscht Ihnen

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